Der Zweite Weltkrieg brachte für die Bevölkerung von Dietikon einen tiefgreifenden Einschnitt in den Alltag mit sich. Aus militärstrategischen Gründen wurde Dietikon zu einer eigentlichen Festung ausgebaut. Teile der damaligen Festungsmauern und Bunkeranlagen sind bis heute sichtbar und erinnern an diese Zeit. Die Festungsanlage hatte jedoch auch eine positive Folge: Ihr verdankt Dietikon sein Freibad Fondli. Bereits vor und während des Krieges gab es immer wieder Ideen für eine öffentliche Badeanstalt, doch fehlten der Gemeinde die finanziellen Mittel für deren Umsetzung.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs plante das Militär den Rückbau der Festungsanlagen. Dabei zeigte sich, dass der Abbruch der Mauern und Bunker mit erheblichem Aufwand und hohen Kosten verbunden gewesen wäre. Die Gemeinde Dietikon schlug deshalb vor, die Anlagen auf dem Areal des damaligen Zentralschulhauses stehen zu lassen und sich dafür entschädigen zu lassen. Das Militär stimmte diesem Vorschlag zu – und mit diesen Geldern konnte schliesslich das Freibad Fondli realisiert werden.
1948 wurde das Freibad eröffnet. Ein blumengesäumter Weg führte damals zum einladend gestalteten Garderobengebäude. Die danebenliegende Sonnenterrasse bot einen schönen Blick auf das nierenförmige, solarbeheizte Nichtschwimmerbecken.
In den Jahren 1959 und 1972 wurde die Anlage erweitert, bevor 1976 das Hallenbad ergänzt wurde und damit ein ganzjähriger Badebetrieb möglich war.
Eine umfassende Sanierung und Aufwertung des Freibads erfolgte 2012/2013. Die Dietiker Stimmberechtigten genehmigten das Projekt deutlich mit 1754 Ja- gegenüber 880 Nein-Stimmen. Neben der technischen Erneuerung wurde das Freibad auch attraktiver gestaltet: es entstanden neue Attraktionen wie eine Wasserrutschbahn, eine Kletterwand beim Sprungbecken, ein Strömungskanal sowie verschiedene Wasseranimationen mit Luftsprudelplatte, Wasserschirm und Schwallduschen.