Abschluss Pilotprojekt Suizidprävention
Im Rahmen des Projekts wurde unter anderem ein gelbes «Wie-geht-es-dir?»-Bänkli vor dem Stadthaus aufgestellt. Dieses soll Gespräche über das persönliche Wohlbefinden fördern. Zudem wurde eine interdisziplinäre Projektgruppe mit Fachpersonen aus dem Alters- und Gesundheitszentrum, der Schule, der Jugendarbeit, der Sozialberatung, der Integrationsförderung, dem Jugenddienst und der Suchtprävention. Unter der Leitung der Sicherheits- und Gesundheitsabteilung analysierte die Gruppe die lokalen Herausforderungen und erarbeitete entsprechende Massnahmen.
Die während der Projektphase eingeführten Massnahmen werden auch nach Abschluss des Pilotprojekts weitergeführt. Im Zentrum stehen dabei eine breite Sensibilisierung und Information der Bevölkerung. Dazu gehören Informationsmaterialien und Notfallkontakte – beispielsweise am Zuzügeranlass oder Herbstmarkt –, Mailings an Arztpraxen, interne Weiterbildungen sowie Vernetzungstreffen mit externen Partnerorganisationen wie RegioSpitex, Kirchen, Pro Senectute, BZL und BWSL. Die Umsetzung erfolgt innerhalb der bestehenden personellen und finanziellen Ressourcen.
Das zentrale Anliegen der Suizidprävention bleibt, Menschen zu ermutigen, über Suizidgedanken zu sprechen und frühzeitig Hilfe in Anspruch zu nehmen. Suizidgedanken sind nach wie vor stark tabuisiert. Viele Betroffene sprechen aus Angst oder Unsicherheit nicht darüber. Auch Angehörige vermeiden das Thema häufig, weil sie befürchten, etwas Falsches zu sagen oder jemanden auf eine Idee zu bringen. Diese Sorge ist unbegründet: Suizidgedanken entstehen nicht dadurch, dass darüber gesprochen wird. Im Gegenteil – Gespräche können entlasten und helfen, Unterstützung zu ermöglichen.
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.dietikon.ch/hilfe-bei-psychischen-krisen