Gemeinsam für den Agglomerationsverkehr

13. Januar 2026
Letzte Woche haben fünf Zürcher Regionen in der Zehntenscheune in Dietikon eine gemeinsame Absichtserklärung für den Agglomerationsverkehr unterzeichnet – ein starkes Zeichen für eine verbindliche Zusammenarbeit.

Die vier Zürcher Planungsgruppen Glattal, Limmattal, Pfannenstil, Zimmerberg und die Stadt Zürich haben am vergangenen Freitag die Gemeinsame Absichtserklärung Agglomerationsverkehr unterzeichnet. Damit bekräftigen sie ihren Willen, die Mobilitätsentwicklung im Zürcher Grossraum abgestimmt und kooperativ voranzutreiben.

Die Absichtserklärung umfasst ein gemeinsames Selbstverständnis, eine verbindende Vision sowie sieben Leitideen für die zukünftige Zusammenarbeit. Ziel ist es, tragfähige und ausgewogene Lösungen für die grossen Herausforderungen in den Bereichen Mobilität und Verkehr im Grossraum zu entwickeln – über Gemeinde-, Regions- und Kantonsgrenzen hinweg.

Verkehr kennt keine Grenzen
Wachsende Mobilitätsbedürfnisse und begrenzter Platz fordern einen koordinierten Umgang mit möglichen Zielkonflikten und den verschiedenen Zuständigkeiten.

 «Der Verkehr macht nicht an Gemeindegrenzen halt. Unsere Zusammenarbeit darf es auch nicht», sagt Gaudenz Schwitter, Präsident Zürcher Planungsgruppe Pfannenstil (ZPP). «Mit der Absichtserklärung schaffen wir eine solide Grundlage, um als Regionen gemeinsam aufzutreten und Verantwortung für unseren Lebensraum zu übernehmen.»

Die Vision beschreibt einen Zürcher Grossraum, der aus mehreren gut vernetzten
Zentrumsgebieten besteht. Sie sollen mit allen Verkehrsmitteln gut erreichbar sein und in ein
effizientes, klimaverträgliches und verlässliches Verkehrssystem eingebunden werden. Ein
besonderes Augenmerk liegt auf der Stärkung von Tangentialverbindungen, um die vielfältigen
Zentren auf direktem Weg zu verbinden.

In einem Dialogprozess – koordiniert durch die RZU | Planungsdachverband Region Zürich und Umgebung – haben Delegierte aus Politik und Fachplanung der beteiligten Regionen ein
gemeinsames Fundament erarbeitet.

«Wir haben zusammen eine Haltung und sieben Leitideen entwickelt, wie wir über Grenzen
hinweg planen und ausgewogene Lösungen für den Agglomerationsverkehr finden wollen», sagt Benno Hüppi, Präsident Zürcher Planungsgruppe Glattal (ZPG). «Das stärkt unsere
Handlungsfähigkeit – innerhalb der Regionen und im Dialog mit dem Kanton.»

Offener Dialogprozess mit gemeinsamer Verantwortung
Als Vertreterin der Stadt Zürich betont Stadträtin Simone Brander die Bedeutung einer
abgestimmten Entwicklung: «Der Zürcher Grossraum ist eng verflochten. Mit der
Absichtserklärung schaffen wir einen verbindlichen Rahmen, um Mobilität klimagerecht, sicher
und räumlich verträglich weiterzuentwickeln.» Auch Stadtrat André Odermatt unterstreicht die
gemeinsame Verantwortung: «Wir richten den Blick auf den gesamten Raum und setzen uns
zusammen mit den Nachbarregionen für eine Mobilitätsentwicklung ein, die Städte und
Gemeinden gleichermassen stärkt.»

Die Leitideen werden nun in konkrete Massnahmen übersetzt und laufend weiterentwickelt, um Planung und Umsetzung langfristig abzustimmen. Der Dialogprozess bleibt bewusst für weitere Partnerschaften offen.

Unterzeichnung vom 9. Januar 2026 in Dietikon
Die Gemeinsame Absichtserklärung Agglomerationsverkehr wurde unterzeichnet von:

  • Gaudenz Schwitter, Präsident Zürcher Planungsgruppe Pfannenstil
  • Benno Hüppi, Präsident Zürcher Planungsgruppe Glattal
  • Simone Brander, Stadträtin, Vorsteherin Tiefbau- und Entsorgungsdepartement, Stadt Zürich
  • André Odermatt, Stadtrat, Präsident Planungsregion Stadt Zürich
  • Roger Bachmann, Präsident Zürcher Planungsgruppe Limmattal
  • Martin Arnold, Präsident Zürcher Planungsgruppe Zimmerberg
Bild
Foto © Enzo Lopardo / enzolopardo.pictures
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