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Dietikon erneut mit dem Energiestadt-GOLD-Label ausgezeichnet

9. Oktober 2019
Die Stadt Dietikon ist zum zweiten Mal mit dem Label Energiestadt GOLD ausgezeichnet worden für ihre nachweisbaren und vorbildlichen Resultate in der kommunalen Energiepolitik.

Der internationale Verein European Energy Award ist der Empfehlung der Schweizer Label-Kommission des Trägervereins Energiestadt gefolgt und hat der Stadt Dietikon das internationale Qualitätslabel Energiestadt GOLD bzw. «european energy award GOLD» zum zweiten Mal erteilt. Der Verleihung vorangegangen ist ein Rezertifizierungsaudit im Sommer 2019, in dem alle bisherigen Aktivitäten und Energiesparmassnahmen bewertet wurden. Dietikon erreicht im Massnahmenkatalog von Energiestadt 79.2 % der für Dietikon möglichen Punkte, gegenüber knapp 77% im Jahr 2015 als Dietikon zum ersten Mal das Qualitätslabel erhielt. Am 11. Oktober 2019 werden das Bundesamt für Energie, der Trägerverein Energiestadt und der Verein European Energy Award Hochbauvorstand Anton Kiwic das Label Energiestadt GOLD in Locarno überreichen.

Mit der erneuten Bestätigung des Gold-Labels bleibt Dietikon zusammen mit 53 weiteren Schweizer Städten bei den Vorreiterinnen in der Energiepolitik. Alle Gold-Städte zeichnen sich schweiz- und europaweit aus durch ein herausragendes Engagement für die zielgerichtete und erfolgreiche Umsetzung von energieeffizienten Massnahmen sowie für die konsequente Nutzung von erneuerbaren Energien.

Kommunale Projekte

Als Energiestadt GOLD strebt Dietikon auf kommunaler Ebene im Rahmen eines nachhaltigen und langfristig wirkenden Prozesses die langfristigen Ziele der 2000-Watt Gesellschaft an und setzt sich für die Förderung von Energieeffizienz und erneuerbarer Energiequellen ein.

In den letzten vier Jahren wurden die städtischen Richtlinien mit energetischen Anforderungen bei Gestaltungsplanverfahren umgesetzt und städtische Neu- und Umbauten gemäss Gebäude-standards geplant. Im Sommer 2018 konnte der Minergie P-Eco zertifizierte Schulpavillon Steinmürli eingeweiht werden. Richtlinien zur Siedlungserneuerung und -verdichtung in Verbin-dung mit dem Leitbild Stadtboulevard entlang der Limmattalbahn wurden erarbeitet und angewandt. Private Hauseigentümer erhielten kostenlose Vorgehensberatungen und Förder-beiträge für weiterführende Energieberatungen und erneuerbare Energien nutzende Heiz-systeme. Die kommunale Energieplanung mit Fernwärmeausbau wurde von der Baudirektion genehmigt und eine stadtweite Energiebilanz bis 2045 erstellt. Für städtische Immobilien wurden erste Objektstrategien mit energetischem Sanierungskonzept erstellt und ein Energie-Absenk-pfad von allen relevanten städtischen Gebäuden hergeleitet. Der bauliche und energetische Zustand dieser Immobilien wurde analysiert, um unter Berücksichtigung des kurz-, mittel- oder langfristigen Raumbedarfs die Instandsetzung oder Erweiterung mit gleichzeitiger energetischer Erneuerung systematisch planen zu können. Das städtische Gesamtverkehrskonzept mit konkreter Massnahmenplanung zur Umsetzung einer stadtverträglichen Mobilität ist in den «Kommunalen Richtplan Siedlung, Landschaft und Verkehr» eingeflossen.

Ein vom Stadtrat beschlossenes Aktivitätenprogramm für die nächsten vier Jahre soll Dietikon als Energiestadt Gold bestätigen und weiterentwickeln. Es ist vorgesehen, die bisherigen Aktivitäten als Energiestadt GOLD weiterzuführen bei der Stadtentwicklung, im Rahmen der kommunalen Richtplanung Siedlung, Landschaft und Verkehr sowie der Energie- und Abfallplanung. Für eine nachhaltige Immobilienstrategie sollen weitere Objektstrategien für städtische Gebäude erarbeitet werden; hier hat Dietikon noch viel Entwicklungspotential. Vorhandene Richtlinien wie die energetischen Gebäudestandards sollen umgesetzt und Leitlinien und Strategien im Hinblick auf die langfristige Umsetzung der Energiestrategie 2050 unter Einhaltung der CO2-Ziele festgelegt werden.