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Trinkwasserversorgung in Notlagen

28. November 2018
Das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) hat dem städtischen Konzept zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung in Notlagen zugestimmt. Dieses sieht vor, dass bei einem Ausfall des Leitungsnetzes Feuerwehr und Zivilschutz von acht Ausgabestellen aus täglich bis zu 15 Liter Trinkwasser pro Person verteilen.

Im Normalbetrieb werden in Dietikon täglich etwa 7‘300 m3 Wasser verbraucht. Das sind rund 270 Liter pro Person und Tag. Sollte die Versorgung über das Leitungsnetz wegen grösserer Schäden oder Verunreinigung nicht möglich sein, muss die Bevölkerung gemäss Bundesvorgaben die ersten drei Tage mit Trinkwasser aus ihrem persönlichen Notvorrat (empfohlene Menge 9 Liter pro Person) auskommen. Das neu erarbeitete städtische Notfallkonzept setzt bereits am dritten Tag nach einem Wasserleitungsnetzunterbruch ein. Es definiert, dass – unter Annahme eines Notvorrates – am dritten Tag rund 125 m3 Wasser an die Bevölkerung (vier Liter pro Person) verteilt werden müssen, ab dem vierten Tag 440 m3 (15 Liter pro Person). Die Wasserabgabe erfolgt an acht festgelegten Abgabestellen, die über die Stadt verteilt sind: Zelgliplatz, Wolfsmattschulhaus, Luberzenschulhaus, Kreuzung Holzmatt-/Rüternstrasse, Kreuzung Linden-/Winzerstrasse, Parkplatz Dreispitz, Rapidplatz, Parkplatz Festo. Zivilschutz und Feuerwehr übernehmen die Wasserausgaben. Das Notfallszenario endet mit der Wiederinbetriebnahme des Leitungsnetzes. Bevor es soweit ist, muss das Wasser im Netz mittels Öffnen der Hydranten vollständig ausgetauscht werden, damit die erforderliche Wasserqualität garantiert ist. Zuständig für diesen letzten Schritt ist die Infrastrukturabteilung.

Die Verordnung vom Bund zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung in Notlagen (VTN) verpflichtet die Stadt als Inhaberin von Wasserversorgungsanlagen, Massnahmenpläne zur Gewährleistung der Versorgung zu haben. Nachdem der Stadtrat diesem Konzept Anfang Oktober zugestimmt hat, wurde es am 25. Oktober auch vom kantonalen Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) genehmigt.

Die Wasserversorgung der Stadt Dietikon gewährleistet im Normalbetrieb, dass Trinkwasser zu jeder Zeit in ausreichendem Masse und in guter Qualität aus dem Wasserhahn fliesst. Selbst der Ausfall ihres grössten Pumpwerks ist für die Verbraucher nicht spürbar. Auch für einen länger andauernden grossräumigen Stromausfall ist die Stadt Dietikon gut aufgestellt. Sie ist Mitglied im Wasserwirtschaftsverband Limmattal, der das Grundwasserpumpwerk Schönenwerd II beim Bahnhof Glanzenberg an der Limmat betreibt. Dieses Pumpwerk ist mit einem leistungsfähigen Notstromaggregat ausgestattet.

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