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Jahresrechnung 2020

7. April 2021
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben auch in der Jahresrechnung 2020 der Stadt Dietikon ihre Spuren hinterlassen. Diese sind aber trotz Lockdown gesamthaft gesehen moderat ausgefallen. Dank Minderausgaben beim Personal- und Sachaufwand sowie Mehrerträgen bei den Grundstückgewinnsteuern weist die Jahresrechnung 2020 jedoch «nur» einen Verlust von rund 2.55 Mio. Franken, statt der budgetierten 6.81 Mio. Franken aus.

Das Ergebnis der Jahresrechnung 2020 von -2.55 Mio. Franken ist 4.26 Mio. Franken (62.60 %) besser als der budgetierte Aufwandüberschuss von -6.81 Mio. Franken. Trotz dieser positiven Entwicklung schliesst die Rechnung der Stadt Dietikon erstmals nach vier Jahren wieder mit einem Verlust ab. Die interaktive Version der Jahresrechnung 2020 mit weiterführenden Informationen und Grafiken ist hier abrufbar.

Das Highlight der Jahresrechnung 2020 ist der Fiskalertrag: Er liegt rund 3.5 Mio. Franken über dem Budget. Diese erfreuliche Entwicklung ist allerdings ausschliesslich durch höhere Einnahmen bei der Grundstückgewinnsteuer entstanden.

Wegen nicht besetzter Stellen und abgesagter Aus- und Weiterbildungsmassnahmen ist der Personalaufwand rund 1.8 Mio. Franken tiefer als budgetiert ausgefallen. Coronabedingt reduzierte sich der Sachaufwand auf Grund des erzwungenen Verzichts auf geplante Vorhaben, der Schliessung von Freizeiteinrichtungen usw. Erhebliche Mehrkosten verursachte dafür die Umsetzung von Corona-Schutzmassnahmen des BAG und des Kantons. Per Saldo resultierte daraus trotzdem eine Budgetunterschreitung von 1.1 Mio. Franken.

Bei den Entgelten wirkten sich die Mietzinserlasse bei städtischen Geschäftsliegenschaften, die Zwangsschliessung aller Freizeiteinrichtungen sowie der Cafeteria des AGZ insgesamt mit Mindereinnahmen von rund 0.2 Mio. Franken aus.  

Die Eigenwirtschaftsbetriebe haben durchwegs besser abgeschlossen als budgetiert. Dies schlägt sich in der konsolidierten Gesamtrechnung in höheren Einlagen in und tieferen Entnahmen aus Fonds und Spezialfinanzierungen nieder. Der Gesamtbestand der Spezialfinanzierungen hat damit um 0.5 Mio. Franken von 19.78 Mio. Franken auf 19.26 Mio. Franken abgenommen.

Die Investitionsrechnung weist Nettoinvestitionen von insgesamt 16.87 Mio. Franken aus. Dies entspricht einer Budgetüberschreitung von knapp 0.33 Mio. Franken gegenüber dem Budgetwert von 16.54 Mio. Franken.

Die Bilanz weist ein Verwaltungsvermögen von 108.16 Mio. Franken und ein Finanzvermögen von 163.75 Mio. Franken aus. Zieht man von diesem das Fremdkapital von 135.80 Mio. Franken ab, ergibt sich ein Nettovermögen von 27.95 Mio. Franken. Dividiert durch den Einwohnerbestand von 28 028 per Stichtag 31.12.2020, ergibt dies pro Einwohnerin und Einwohner ein Nettovermögen von knapp tausend Franken. 

Der Bilanzüberschuss (zweckfreies Eigenkapital) beträgt nach der Verrechnung mit dem diesjährigen Verlust von 2.55 Mio. Franken noch 116.53 Mio. Franken. Dies entspricht immer noch einer komfortablen Eigenkapitalquote von 46,35 % (Sollwert > 25 %).