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Zukunftschancen dank Arbeitsintegration

11. April 2019
Die Fachstelle Arbeitsintegration der Stadt Dietikon vermittelt arbeitslosen Sozialhilfebeziehenden Arbeitseinsätze, Praktika und Festanstellungen. Sie hat ihre Dienstleistungen und Erfolge an einer Veranstaltung vorgestellt.

59-jährig und seit 16 Jahren ohne Arbeit und dann zur Vollzeitstelle. Jung ohne Lehrabschluss und dann über ein temporäres Praktikum zur Lehrstelle mit Lehrabschluss. Dank der Fachstelle Arbeitsintegration schaffen jährlich zwischen 50 bis 60 Personen den Wiedereintritt in den Arbeitsmarkt.

Auf Einladung des Industrie- und Handelsvereins Dietikon sowie der Reformierten und der Katholischen Kirchgemeinde Dietikon hat die Fachstelle Arbeitsintegration der Stadt Dietikon ihre Dienstleistungen sowie das Team einem grösseren Publikum vorgestellt.

Sozialvorstand Philipp Müller erklärte, dass es das Ziel der Arbeitsintegration sei, Sozialhilfebeziehende so schnell wie möglich wieder in den Arbeitsmarkt integrieren zu können und das nachhaltig sowie mit einem existenzsichernden Einkommen. Um dies zu ermöglichen, ist die Stadt auf die Unterstützung und die Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Region angewiesen. Konkret hat die Arbeitsintegration das Produkt TRAVO als Brückenangebot konzipiert, das Arbeitsuchenden einen zielgerichteten Arbeitseinsatz über sechs Monaten à 15 Wochenstunden bei verschiedenen Arbeitgebern anbietet. Durch TRAVO schaffen viele Sozialhilfebeziehenden einen ersten Schritt zur Reitintegration in den Arbeitsmarkt. Müller bezeichnet das Produkt als eine Win-Win-Situation, da es auch den Arbeitgebern zu Vorteilen verhelfe: «Es können kurzfristige Engpässe überbrückt werden und es fallen weder Lohn- noch Versicherungskosten an.» Durchschnittlich laufen pro Jahr rund 25 TRAVO-Einsätze. «Wir suchen ständig nach neuen Unternehmenspartnern», meint Müller, «damit wir dieses Erfolgsmodell weiter ausbauen können und noch mehr Personen davon profitieren.»

Erfolgreich vermitteln kann die Arbeitsintegration aber nur, wenn arbeitsuchende Sozialhilfeempfangende mitmachen. «Wir legen den roten Teppich aus, begehen muss ihn jede und jeder selber», meint Attila Stanelle, Leiter der Arbeitsintegration. Die Fachstelle erstellt gemeinsam mit ihren Klientinnen und Klienten im Vorfeld einen Integrationsplan basierend auf deren Ressourcen und begleitet deren persönlichen Weg (CV-Checks, Coachings und Vermittlungen). Wenn sich dann Bewerbungsgespräche, Arbeitseinsätze, Praktika oder Anstellungen ergeben, kommt es auf jede Person an, wie sie das Gelernte umsetzen kann und will. Insgesamt schloss die Fachstelle Arbeitsintegration 142 Dossiers im Jahr 2018 ab, wobei 53 Personen den Wiedereintritt auf den ersten Arbeitsmarkt schafften.

BildSozialvorstand Philipp Müller (l.) und der Leiter der Fachstelle Arbeitsintegration Attila Stanelle bei der Präsentation.