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Energiesparmassnahmen der Stadt Dietikon

18. Oktober 2022
Die Stadt will einen Beitrag zur Verhinderung einer Energiemangellage leisten. Dafür hat die Sicherheitskommission verschiedene Massnahmen erarbeitet, die ab Montag, dem 24. Oktober 2022, umgesetzt werden. Als Sofortmassnahme wurden bereits die beiden Netzbrunnen mit Umwälzpumpe auf dem Vorplatz des Stadthauses sowie auf dem Kirchplatz abgestellt.

Bei der Festlegung der umzusetzenden Massnahmen richtet sich die Stadt Dietikon an der Energiesparkampagne des Bundes und den Vorschlägen des Städteverbandes aus. Auch in Dietikon soll gelten: «Energie ist knapp. Verschwenden wir sie nicht.»

Folgende präventive Massnahmen wird die Stadt Dietikon ab dem 24. Oktober 2022 bis mindestens zum 31. März 2023 umsetzen:

Temperaturreduktionen

In den öffentlichen Gebäuden (inkl. Verwaltungsgebäude, Schulen, etc.) wird die Temperatur um 2 Grad Celsius gesenkt. Davon ausgenommen sind das Alters- und Gesundheitszentrum (AGZ) sowie die Kindergärten. In Räumlichkeiten, welche nicht oder nicht regelmässig genutzt werden, wird die Temperatur auf 15 Grad Celsius reduziert. Ausserdem wird in Gebäuden und Räumlichkeiten, welche nicht beheizt werden müssen, auf eine Beheizung verzichtet. Zusätzlich werden die städtischen Mitarbeitenden mit verschiedenen Massnahmen für ein energie- und wärmesparendes Verhalten sensibilisiert.

Auf eine Abschaltung des Warmwassers in den öffentlichen Gebäuden wird verzichtet. Einerseits müssten aus Gründen der Arbeitssicherheit, Gesundheit und Hygiene zu viele Ausnahmen gemacht werden (z. B. Werkhof, Feuerwehr, Stadtpolizei). Andererseits besteht die Gefahr, dass sich Legionellen und Bakterien bilden, wenn die Leitungen nicht regelmässig durchflossen werden und die Boiler-Temperatur über eine längere Zeit weniger als 60 Grad Celsius beträgt.

Beleuchtungen

In gewissen Teilen von öffentlichen Gebäuden wie Gänge oder Garagen wird das Licht wo möglich und unter Beachtung der Sicherheit reduziert. Ausgeschaltet werden auch die Beleuchtungen von öffentlichen und historischen Gebäuden sowie falls vorhanden Leuchtreklamen von städtischer und stadtnaher Organisationen und Leuchtschriften.

Die städtische Weihnachtsbeleuchtung wird eingeschränkt: So wird auf eine Weihnachtsbeleuchtung in den Dienstgebäuden verzichtet. Die Leuchtdauer der mit LED-Lichter geschmückten Weihnachtsbäume und Baumreihen wird reduziert. Sie werden abends zwei Stunden weniger lang – bis 22.00 Uhr – und morgens eine Stunde später – um 6.00 Uhr – leuchten. Ebenso um zwei Stunden reduziert wird die LED-Beleuchtung der Weihnachtsfenster in der Bibliothek (bis 22.00 Uhr). Die festlichen Lichter in der Markthalle auf dem Kirchplatz werden nur noch während dem Weihnachtsmarkt-Wochenende eingeschaltet. Ausserdem werden die LED-Sterne an den Kandelabern infolge Bauarbeiten der Limmattalbahn dieses Jahr von 68 auf 22 Stück reduziert.

Die öffentlichen Strassenbeleuchtungen werden bereits heute unter der Woche von 01.00 - 05.00 Uhr und an den Wochenenden von 03.00 - 05.00 Uhr komplett ausgeschaltet. Auf eine weitere Reduktion der Leuchtdauer wird aus Sicherheitsgründen verzichtet.

Energiesparen bei den Freizeitangeboten

Dieses Jahr wird auf das Eisfeld anlässlich des Limmatzaubers auf dem Rapidplatz verzichtet. Der Skilift wird aufgestellt, ob er in Betrieb genommen werden kann, wird je nach Entwicklung der Lage bestimmt. Die Lichtkunstausstellung DietikON wird unter Rücksicht der aktuellen Situation weitergeplant und das Konzept dementsprechend überarbeitet, so dass möglichst kein Strom benötigt wird.

Zudem werden die Betriebszeiten der Sauna und des Dampfbades im Hallenbad Fondli um ca. 50 % reduziert. Vorerst wird auf eine Senkung der Wassertemperatur im Hallenbad verzichtet, da das Bad sehr oft von Schul- und Kleinkindschwimmkursen belegt ist. Um im Bad Energie zu sparen, wurden als Sofortmassnahmen die Lufttemperatur um 1 Grad Celsius gesenkt und die Luftfeuchtigkeit erhöht.

Stetige Beobachtung der Situation

Das EKZ hat kürzlich die grössten städtischen Energieverbraucher – das Stadthaus, AGZ, Hallenbad und die Schulen – untersucht, um das mögliche Sparpotential bei einer allfälligen Kontingentierung aufzuzeigen. Die Schlussberichte sollten bis Ende Oktober 2022 vorliegen und können allenfalls weitere Massnahmen zur Folge haben.

Die Sicherheitskommission beobachtet die aktuelle Lage und wird bei Bedarf weitere Massnahmen beschliessen oder allenfalls auch wieder aufheben. In einer akuten Mangellage würden entsprechende Massnahmen vom Bundesrat per Verordnung erlassen. Die Stadt Dietikon ruft die Bevölkerung und die Wirtschaft auf, mit eigenen Massnahmen zum Energiesparen beizutragen und damit eine Energiemangellage im Winter möglichst zu verhindern. Eine konstante Kommunikation seitens der Stadt soll dabei unterstützen, die Bevölkerung sensibilisieren sowie weitere Informationen zu bestimmten Entscheidungen und Massnahmen liefern.

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Als Sofortmassnahme wurden die beiden Brunnen mit Umwälzpumpe auf dem Stadthausvorplatz sowie auf dem Kirchplatz abgestellt.
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