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Fernwärmenetze - Limeco Regiowärme

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Dietikon verfügt über ein KVA-Abwärme nutzendes Fernwärmenetz in der Silbern und künftig im Fondli. Der Stadtteil Limmatfeld wird mit "kalter Fernwärme" beheizt.

Fernwärmenetz mit  KVA-Abwärme

Über 85'000 Tonnen brennbarer Abfall pro Jahr werden in der Kehrichtverwertungsanlage (KVA) in Dietikon thermisch verwertet: Hauskehricht aus 37 Zürcher und Aargauer Gemeinden sowie Bau- und Industrieabfall.

Die Abwärme aus der thermischen Verwertung speist das Regiowärmenetz: mit der CO2-neutralen Heiz- und Prozesswärme wurden im Jahr 2018 an Dietiker Wohn-, Geschäfts- und Industriegebäude insgesamt 32'660 MWh Wärme abgeben, womit sich rund dreieinhalb Millionen Liter Heizöl einsparen liessen.


Aussichten

Acht Limmattaler Gemeinden, darunter auch Dietikon, haben dem Ausbau von Regiowärme zugestimmt. Bis 2029 soll sich der Absatz der umweltfreundlichen Energie gemäss Angabe Limeco versechsfachen. In einem ersten Schritt schliessen sich die Dietiker Gebiete Fondli und Gjuch ans Versorgungsnetz an.

Fernwärmenetz  mit Abwärme aus der ARA

Mit dem gereinigten Abwasser aus der Abwasserreinigungsanlage (ARA) kann ökologisch geheizt werden: Wärmepumpen verwerten die Energie des Abwassers und versorgen den ganzen Dietiker Stadtteil Limmatfeld, in dem künftig bis zu 5’000 Menschen wohnen und arbeiten sollen, mit sogenannter kalter Fernwärme.

Mit der umweltfreundlichen Energie kann geheizt und im Sommer klimatisiert werden. Die kalte Fernwärme kann nach Endausbau eine Million Liter Heizöl ersetzen, was einer Substitution von 2’640 Tonnen CO2 entspricht.

Im Jahr 2018 wurden in der KVA 69'070 MWh Strom produziert. Auch bei der Schlammverwertung aus der ARA produziert Limeco sauberen Strom. Bevor der Schlamm in der zentralen Klärschlammverwertung der Stadt Zürich verbrannt wird, fault er bei der Limeco drei Wochen lang in riesigen Silos aus. Dabei bildet sich energiereiches Klärgas, das Blockheizkraftwerke in Strom umwandeln. Im Jahr 2018 wurden in den Blockheizkraftwerken 2'846 MWh Strom produziert.

Im Jahr 2018 wurden 6'460 MWh Wärme an die Bezüger abgegeben. Nach Abzug des Strombedarfs für Wärmepumpen und Nebenaggregate und mit der Ölheizung erzeugten Wärme betrug die Wärmegewinnung aus der Abwasserreinigungsanlage 2018 bereits 5'104 MWh.

Zugehörige Objekte

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Energiestadt
Limeco