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Schulhauserweiterung Wolfsmatt (in Planung)

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Objektgeschichte

Die Schulanlage Wolfsmatt wurde Ende der 1950er-Jahre vom Dietiker Architekten Julius Senn (1924 - 1967) geplant und realisiert. Der Bezug fand 1962 statt. Senn realisierte eine Pavillonschule, bestehend aus zwei- und dreigeschossigen Baukörpern, welche sich um einen zentralen, V-förmigen Zugangshof gliedern. Mit der axialen Stellung der Klassentrakte um den Hof wird eine geschlossene architektonische Gesamtwirkung erzeugt.

Die Schulanlage Wolfsmatt ist ein typisches Beispiel einer Pavillonschule der 50er- und 60er- Jahre in der Schweiz. Sie befindet sich im kantonalen Inventar der schutzwürdigen Bauten und Anlagen

Erweiterung der Schulanlage

Die aktuelle Schulraumplanung in Dietikon sieht vor, die bestehende Schulanlage Wolfsmatt um weitere zwei Primarklassenzüge, Gruppen-, Hort- und Mehrzweckräume sowie eine Turnhalle zu erweitern. Das Raumprogramm berücksichtigt die kantonalen Empfehlungen für Schulhausanlagen.

Projektwettbewerb und Siegerprojekt «Im Grünen»

Das Verfahren wurde als anonymer, selektiver Projektwettbewerb für Teams von Planerinnen und Planern aus den Fachrichtungen Architektur, Bauingenieurwesen, Bauphysik, Gebäudetechnik und Landschaftsarchitektur im 2018 ausgeschrieben. Von den 59 Bewerbern wurden im November 2019 die zwölf am besten geeigneten Generalplanerteams zur Abgabe eines Projektvorschlages eingeladen. Inzwischen liegt das Wettbewerbsergebnis vor.

Das Siegerprojekt «Im Grünen» des Generalplanerteams unter Federführung des Zürcher Architekturbüros Bünzli Courvoisier zeichnet sich durch die gekonnte Auseinandersetzung und Ergänzung mit der vorgefundenen schutzwürdigen Schulanlage aus. Der Grundgedanken der Pavillionschule wird beibehalten. Die erforderlichen Erweiterungsbauten ergänzen und integrieren das bestehende Ensemble gekonnt in südlicher Richtung. Entlang der markanten Geländekante und damit parallel zur Vogelaustrasse situiert, bilden die Neubauvolumen einen neuen zweiten und attraktiven Zugang zur Schulanlage. Die Platzierung hat aus landschaftlicher Sicht den Vorteil, dass die heutige Figur aus Pavillonbauten und umfliessenden Freiräumen erhalten werden kann und logisch ergänzt wird. Die kompakten Baumassen wahren in idealer Weise den begrenzt vorhandenen, wertvollen Freiraum, welcher in stimmiger, attraktiver und vielfältiger Weise den verschiedenen Nutzungen zugeordnet wird. Auch aus ökonomischer wie ökologischer Sicht nimmt das Projekt einen Spitzenplatz unter den Wettbewerbsbeiträgen ein. Bei den einheitlich ermittelten Baukosten gehört es zu den günstigsten.

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Situationsplan

Weitere Planung

Das Siegerteam erarbeitet bis im Winter 2021 ein bereinigtes und in einzelnen Punkten optimiertes Vorprojekt, inklusive Kostenschätzung. Dieses soll im Jahr 2022 zur Volksabstimmung gelangen. Wenn das Projekt angenommen wird, kann die Erweiterung mit Baubeginn im 2024 realisiert werden.

Zugehörige Objekte